Kos - die leere Insel

Hallo Ihr Lieben,

meine bisherigen Urlaubsziele waren hin und wieder nicht so alltäglich - aber immer super schön - daher bin ich es gewohnt schiefe Blicke zu ernten. Aber unser diesjähriger Sommerurlaub hat alles getoppt!

Wo geht´s hin?
Nach Kos, griechische Insel!

Was?! Das ist doch da wo die vielen Flüchtlinge stranden - da wollt ihr hin? Mit Kleinkind!!!???
Ja und? Warum nicht?

Ich will schon mal klarstellen: Wir haben vorab nicht eine Minute an unserem Urlaubsziel gezweifelt. Wir lieben griechisches Essen und das Hotel schien für unseren (ersten) Familienurlaub wie gemacht.


Und wisst ihr was: Es war ein perfekter Urlaub!

Die Menschen waren durchweg sehr freundlich, unser Mini-Me wurde von allen Seiten bespaßt. Das Hotel war ein echter Traum (darüber werde ich noch berichten), das Meer war perfekt - am liebsten würde ich gleich wieder hinfahren.


Aber leider gab es auch Schattenseiten:

Wir hatten an 2 Tagen einen Mietwagen um die Insel zu erkunden. Zuerst sind wir nach Kos-Stadt und haben die Highlights der vergangenen Jahrhunderte besichtigt. Vor Ort mussten wir erschreckend feststellen, dass zur Mittagszeit alle Restaurants leer waren! Und das im Juni!

Man musste nirgends lange anstehen. Es war einfach nichts los!


Es hat mich so traurig gestimmt, das diese Menschen wahrscheinlich ihre Existenz verlieren - ja wieder zum Selbstversorger werden müssen - nur weil hier in den Medien eine derartige Panikmache betrieben wird!

Die Bewohner geben sich so verdammt viel Mühe, mussten sie doch schon die Wirtschaftskrise überstehen, aber es kommt einfach kaum jemand...

Am zweiten Tag haben wir die Halbinsel Kefalos besucht, tolle Buchten, enge Straßen, eine mega Aussicht! Auf dem Rückweg haben wir eine Windmühle entdeckt, in der es selbstgebackenen Kuchen und Kaffee gibt. Diese wird von einem deutschen Ehepaar bewirtschaftet.


Für Mini-Me gab es einen leckeren Apfelkuchen und für uns einen Cappucino und einen ruhigen Moment - fernab, auf einer wunderschön gestalteten Terrasse.

Zum Abschied haben wir kurz mit dem Besitzer gesprochen, er meinte es wäre einfach zu ruhig. Viele Tavernen werden im Herbst schließen und wohl auch in den nächsten Jahren nicht wieder öffnen.

Die Menschen sind traurig und wütend - wahren aber ein freundliches Gesicht!



Achso, jetzt habe ich ja gar nichts über Flüchtlinge geschrieben...
Mmhm... Kann ich auch gar nicht, ich habe nämlich keine gesehen.

Ich hoffe inständig das nun die Touristen bald wieder zurück auf diese kleine, freundliche Insel finden!


1 Kommentar :

  1. Ich bin seit meinem 19. Lebensjahr fast jeden Sommer in Griechenland gewesen. Habe viele Inseln gesehen. Und Kos ist meine liebste. Ich war jetzt das siebte mal dort. Mir tut es in der Seele weh. Denn der Grieche kann wie wir nichts für den TEuro und nichts für die Flüchtlinge. LG Sunny

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